Antares, die Quietschente, auf heißer Fotojagd in der Toskana 🚗📸🌞🇮🇹
- Antares
- 21. Aug.
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 1 Tag
Ein Hauch Benzin, warmem Staub und ein Himmel, so blau, dass er fast schon kitschig wirkt.
Hinter dir ruckelt ein orangener Citroën Méhari über eine toskanische Landstraße, links und rechts ein Meer von Sonnenblumen 🌻, die sich wie Zuschauer einer Parade verneigen. Am nächsten Morgen wechselt die Hauptrolle: eine himmelblaue Autobianchi Bianchina, die auf einer "Strada bianca" in Zeitlupe auf ein Backsteingebäude zurollt, als hätte sie für diesen Auftritt seit Jahrzehnten geübt.
Da liege ich 🐥 nun im Kofferraum unseres Fiat Doblò, die Heckklappe offen, die Kamera im Anschlag 📷, während Schlaglöcher, Gegenverkehr 🚜🚗 und italienische Landstraßen mich abolut herausfordern, zu jeder Sekunde ein perfektes Bild zu machen. DAS ist Fotografie mit allen Sinnen – und genau deshalb werde diesen Job nicht so schnell vergessen. ("Und mein Rücken auch nicht… 🤕")
Tag 1 – Der wilde Méhari 🧡
Der Citroën Méhari ist kein Auto. Er ist eine Lebenseinstellung. Baujahre 1968 bis 1987, Karosserie komplett aus ABS-Kunststoff – so leicht, dass man fast Angst hat, er könnte bei starkem Wind abheben 🌬️. Motor? Ein luftgekühlter Zweizylinder-Boxer mit 602 Kubikzentimetern Hubraum, 29 PS, die mehr Charme als Geschwindigkeit liefern.("Also, wenn das Ding mal 100 fährt, fotografiere ich nur noch aus dem Hubschrauber 🚁…")
Ich liege im Kofferraum des Doblò, die Beine zwischen meiner Fototasche und einer Kühlbox verkeilt, während der Méhari hinter mir wie ein orangefarbener Känguru-Nachfahre über den Asphalt hüpft 🦘. Die Straße ist ein Flickenteppich aus altem Teer, losem Schotter und gelegentlichen Schlaglöchern, die so tief sind, dass man darin vermutlich kleine Olivenbäume pflanzen könnte 🌳.("Oder mich drin verstecken, falls der Fahrer merkt, dass ich seine Felgen mitfotografiere 🕵️♂️.")
Gegenverkehr ist hier kein seltenes Ereignis, sondern Teil des Drehbuchs:– Ein Traktorfahrer, der so gemächlich fährt, dass selbst die Sonnenblumen daneben ungeduldig wirken 🌻⌛.– Ein Vespa-Fahrer, der im Vorbeiziehen „Ciao bella!“ ruft – und ich mir nicht sicher bin, ob er mich, die Kamera oder den Méhari meint 😏.– Ein alter Lieferwagen, dessen Fahrer mir zuwinkt. Vielleicht Anerkennung, vielleicht Mitleid 🤷♂️.("Wahrscheinlich Letzteres…")
Der Moment, auf den ich lauere, kommt unverhofft: Der Méhari taucht zwischen zwei Sonnenblumenfeldern auf, das Orange leuchtet im Kontrast zum satten Gelb, und für eine Sekunde wirkt es, als hätte jemand die Toskana in Technicolor gedreht 🎨. Klick. Klick. Klick. Drei Bilder, von denen ich schon jetzt weiß: Das sind sie 📸.("Und nur eines ist verwackelt, ich bin fast stolz 🙃.")
Der Rest des Tages? Die Straßen rauf und auch wieder runter, klick, klick. 📸 Viel Staub, noch mehr Sonne ☀️ und eine Erinnerung daran, dass fotografieren in Bewegung nicht nur dein fotografisches Können, sondern auch deine Rückenmuskeln testet 💪. Das Agriturismo-Shooting? Das macht morgen die Bianchina – der Méhari ist dann längst wieder auf anderen Straßen unterwegs.
Tag 2 – Am nächsten Morgen mit der Bianchina 💙
Es ist früh, aber die Toskana kennt keine Kühle. Selbst um acht Uhr morgens liegt schon dieser warme Schleier über den Feldern, als hätte die Sonne beschlossen, hier Urlaub zu machen und nie wieder zu gehen ☀️🌿.
Heute ist die himmelblaue Autobianchi Bianchina dran – eine kleine Dame aus den 1960ern, die technisch auf dem Fiat 500 basiert, aber mit einem deutlichen Sinn für Stil 💃. Chromleisten, runde Scheinwerfer, zweifarbiger Lack: Man merkt sofort, dass sie nicht einfach von A nach B will, sondern dabei eine bella figura machen muss. ("Wie ich… nur mit besseren Reifen 🛞.")
Unter der Haube werkelt ein winziger Zweizylinder-Reihenmotor mit knapp 500 Kubikzentimetern, je nach Baujahr 15 bis 21 PS. Das klingt nach Moped, fährt sich aber wie ein Spaziergang in Sonntagskleidung 👒. Die Bianchina eilt nicht. Sie hat es nicht nötig.
Unsere Route führt durch endlose Sonnenblumenfelder 🌻🌻🌻. Manche Köpfe hängen schwer, andere schauen wachsam in die Sonne, und irgendwie hat man das Gefühl, dass sie alle stumm applaudieren, während die Bianchina vorbeizieht 👏. Der hellblaue Lack wirkt vor diesem goldgelben Hintergrund wie ein Stück Himmel, das sich zum Spielen heruntergelassen hat 🌌.("Und ich? Ich liege hier hinten und schmelze wie Mozzarella in der Sonne 🧀🔥.
Ankunft am Agriturismo 🏡
Die Zufahrt ist eine klassische Strada bianca – heller, feiner Schotter, der im Sonnenlicht fast blendet ✨. Sie schlängelt sich zwischen zwei Reihen aufrecht stehender Zypressen hindurch, deren Schattenstreifen wie von einem Lineal gezogen wirken 🌲🌲. Jeder Meter knirscht unter den Reifen, und ein dünner Staubschleier legt sich sanft auf die unteren Karosserieteile, als wäre das hier eine Art toskanisches Willkommensritual 🌫️. ("Oder der Versuch, mir die Kameralinse zuzupudern 🤦♂️.")
Das Agriturismo SantˋAlfredo selbst ist ein altes Backsteingebäude, die Ziegel von der Sonne warm und vom Wind gezeichnet 🔥 und trotzdem wunderbar gepflegt. Der offene Vorplatz aus fein geharktem, weißem Schotter, der das Licht nach oben wirft und den Wagen wie auf einer Bühne präsentiert 🎭.
Die Bianchina steht jetzt genau in der Mitte, oder doch nicht? Ich schiebe sie ein Stück nach links, ein Stück nach rechts, so jetzt sollte es passen, gehe in die Hocke, prüfe den Winkel. Dann warte ich, bis das Licht den Chromstoßfänger so trifft, dass er glitzert ✨. In diesem Moment huscht eine Katze durchs Bild 🐈. Eigentlich ein Störenfried, aber hier in der Toskana könnte selbst ein streunender Hund das Foto aufwerten.("Die Katze hat übrigens sofort beschlossen, dass der Fahrersitz ihr gehört 😼.")
Der Unterschied zwischen Méhari und Bianchina
Zwei Tage, zwei Autos – und der Unterschied könnte größer nicht sein: Der Méhari ist der Typ, der dich spontan zu einer Strandparty mitnimmt, dich durch Schlaglöcher schüttelt und dich mit einem Sonnenbrand zurücklässt 🏖️🔥.Die Bianchina ist die Frau, die dich in ein kleines Café mit perfektem Cappuccino entführt ☕️ und sich dabei Zeit nimmt, damit jeder sie sieht.("Und beide wollen, dass du für sie bezahlst 💸.")
Das Fazit ☕️📷
Fotografie in der Toskana ist wie ein starker Espresso: intensiv, direkt und nicht immer sanft. Du musst improvisieren, dich anpassen, den richtigen Moment erspüren – und vor allem die Geschichten dahinter sehen.
Denn am Ende erinnerst du dich nicht nur an die Bilder, sondern auch an das Rumpeln im Kofferraum, das Lachen der Fahrer 😂, den feinen Staub auf der Strada bianca und die Katze, die mitten ins Bild lief, als wolle sie sagen:„Das ist auch mein Agriturismo.“("Ich hätte ihr fast einen Modelvertrag angeboten 😄.")
Hast auch du Lust bekommen auf ein Fotoshooting mit deinem fahrbaren Untersatz hier in der Toskana? Dann kontaktiere uns hier 👉Kontakt
Also dann, auf ein wiederquaken - dein ANTARES🐥
P. S.: unser Dank geht auch an Martino Landi & Familie Ghini vom Agriturismo Sant'Alfredo
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