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Zwischen Wildschwein und Meer - Antares im Maremma-Park 🐥🐗🏖

  • Autorenbild: Antares
    Antares
  • 24. März
  • 5 Min. Lesezeit

 

Ich gebe es ja ehrlich zu: Als Quietschente sieht man normalerweise eher Badewannen, Gartenteiche oder – im besten Fall – eine gemütliche Badetasche die mit flauschigen Handtüchern ausgelegt ist.

Aber heute stand ich plötzlich mitten in einer Landschaft, die so wild war, dass selbst meine kleinen Entenaugen kurz riesengroß wurden. 👀


 

 

Glaube mir: Wenn selbst eine Quietschente kurz auf das Quietschen vergisst, dann hat dieser Ort wirklich etwas Besonderes und Spezielles. ✨

 

Mein erster Eindruck war: Hier hat die Natur das Sagen 🌿

 

Der Park liegt zwischen Principina a Mare und zieht sich bis Talamone im Süden hin. Zwischen Meer, Pinienwäldern und Hügeln liegt eine Landschaft, die so aussieht, als hätte jemand beschlossen: „Wir lassen das jetzt einfach mal alles von alleine wachsen und schauen uns dann das Ergebnis an.“

 

Windschiefe Pinien, wilde Wege, Trampelpfade, Sümpfe, Weiden – und irgendwo mittendrin eine kleine gelbe Quietschente namens Antares (also ich), die versucht herauszufinden, wo hier eigentlich der nächste Teich ist. 🐥

Spoiler: Es gibt viele. Aber meistens sind sie von Wildschweinen besetzt. 🐗

 

Die Luft riecht hier anders als in den typischen toskanischen Postkartenorten. Ein bisschen nach Salz vom Meer, ein bisschen nach warmem Harz der Pinien und manchmal auch nach… nun ja… sagen wir einfach: nach sehr selbstbewussten Wildtieren.

 

Begegnung mit den Cowboys der Toskana 🤠

 

Während ich noch darüber nachdachte, ob Enten eigentlich offiziell Wanderer sein dürfen, hörte ich plötzlich vor mir Huftritte.

Nicht irgendein gestelltes Posing für Instagramstorys oder Tiktok-Videos, sondern die echten Cowboys der Maremma – die Butteri standen vor mir. Mit Pferd, Stock, Hut und einer Gelassenheit, als würden sie seit Jahrhunderten genau das tun. 🐎

 

Und tatsächlich: Genau DAS tun sie.

 

Sie treiben die halbwilden, beinahe weißen Rinder der Rasse „Maremmana“ mit ihren typisch ausladenden Hörnern durch die Landschaft, als wäre das die normalste Sache der Welt. Während ich daneben stehe und mir denke:

Gut, dass ich nur quietsche und nicht muhe.“ 😅

 

Die Butteri gehören zur Geschichte dieser Region. Früher war die Maremma ein sumpfiges, äußerst schwer zugängliches Gebiet, in dem die Viehzucht eine wichtige Rolle spielte. Die Reiter entwickelten ihre eigenen Techniken, um mit den kräftigen und sturen Rindern umzugehen – und wenn man diese Butteri heute durch den Park reiten sieht, wirkt das fast wie eine Zeitreise. Es werden in den Sommermonaten auch Shows angeboten, wo die Cowboys ihr Können präsentieren (den Link findest du am Ende des Artikels).

 

Ich habe kurz überlegt, ob ich mich als offizielle Parkente bewerben soll.

Dann fiel mir aber ein, dass ich weder reiten noch Rinder treiben kann.


 

Der Aufstieg zu den 2 Türmen ⛰️

 

Natürlich wollte ich auch eine der zahlreichen Wanderungen im Park machen – den Weg zu den „Le Torri“.

 

Jetzt muss man fairer weise dazu sagen: Enten haben kurze Beine.

Der Weg führt mich durch die Hügel der Monti dellˋUccellina (Berge des Vögelchens) und es geht stellenweise ganz ordentlich bergauf. Während Menschen dabei vielleicht schwitzen, denke ich mir als Ente eher: „Wer hat eigentlich beschlossen, dass Berge eine gute Idee sind?“ 😄

 

Der Pfad schlängelt sich durch dichte mediterrane Macchia – ein wildes Durcheinander aus Sträuchern, und Bäumen. Rosmarin, Myrte, Wacholder und wilde Kräuter die nicht einmal ich kenne, wachsen hier so selbstverständlich nebeneinander, dass man fast glaubt, jemand hätte einen riesigen Naturgarten angelegt.

Nur eben ganz ohne Gärtner.

Aber oben angekommen wartet eine Aussicht, die selbst mich kurz still werden ließ. Und das passiert nicht sehr oft.

 

Unter mir: Wälder, Hügel und das Meer.

Der warme Südwind weht mir sanft durchs Gefieder und plötzlich fühlt sich alles unglaublich weit, ruhig und sanft an.

Selbst eine Quietschente kann solche Momente genießen.


 

Der Strand, an dem die Natur gewinnt 🏖️

 

Was mich im Park besonders überrascht hat, sind die Strände.

 

Während viele Küstenorte in Italien voller Liegestühle, Sonnenschirme und Gelato-Ständen sind, wirkt der Strand hier als ob man ihn einfach vergessen hat, schon fast wie aus einer anderen Zeit. Besonders entlang des "Collelungo" scheint die Natur immer noch das letzte Wort zu haben.

Dünen, Treibholz, Pinien – und das Meer, das ohne Pause gemütlich gegen die Küste rollt. 🌊

Keine Musikboxen, keine Strandbars, kein Plastikspielzeug.

Nur Wind, Wellen und ein paar Möwen, die offenbar der Meinung sind, dass sie hier das Management übernehmen. 🐦

 

Ich habe kurz überlegt, ob ich ins Wasser gehe.

Dann fiel mir ein, dass Quietschenten zwar schwimmen können… aber Salzwasser nicht unbedingt unsere Komfortzone ist. Frage: „Wenn ich mich im salzigen Wasser auflöse, wer schreibt dann Geschichten, Erlebnisse und Tipps für dich?“🤔 

Also lege ich mich einfach in den warmen Sand und lass mir die Sonne aufs Gefieder scheinen.


 

Wilde Tiere – und eine leicht nervöse Ente 🐾

 

Im Park leben erstaunlich viele Tiere: Rehe, Füchse, zahlreiche Vogelarten und natürlich, das Markenzeichen der Maremma, die berühmten Wildschweine.🐗

 

In den ersten Minuten fand ich das alles sehr spannend.

Dann stellte ich mir die Frage ob Wildschweine eigentlich Quietschenten mögen (wie auch immer man das Wort „mögen“ interpretiert).

Mein Entschluss: Ich halte lieber etwas Abstand von den nach MAGGI (oder besser Liebstöckel) duftenden Genossen. 😅

 

Dafür habe ich jede Menge Vögel beobachtet. Reiher, Wanderfalken, Fischadler und unzählige kleine Sänger verstecken sich in den Bäumen und Sümpfen des Parks. Für Naturfotografen ist die Gegend ein echtes Paradies – und für Enten wie mich ein ziemlich aufregender Ort.

 

Mein Fazit als reisende Quietschente 🐥

 

Der Maremma-Park ist ein Ort für perfekte Postkartenbilder. Er ist rau, wild und manchmal ein bisschen chaotisch – so wie ich.

Und genau das macht ihn so besonders.

 

Hier riecht die Luft nach Meer und Pinien. 🌿

Hier hört man nur Vögel und keine Autos (naja ab und zu auch ein Fahrrad)

Hier kann ein Wanderweg nach der nächsten Kurve plötzlich zu einem Abenteuer werden.

Und genau deshalb fühlt sich dieser Ort so ehrlich und echt an.

 

Wenn du also einmal eine andere Seite der Toskana erleben willst – eine, die nicht geschniegelt, sondern naturbelassen ist – dann solltest du diesen Park unbedingt besuchen.

Und falls du irgendwann beim Wandern eine kleine gelbe Quietschente am Wegesrand siehst – keine Sorge.

Das bin nur ich, Antares, auf der Suche nach meinem nächsten Abenteuer.

 

Oder nach einem geeigneten Ententeich. 🐥💛

Also bis zum nächsten Mal, dein ANTARES

 

👇Hier habe ich noch einige interessante Infos und Links für deinen Besuch im Maremma Park unter dem Video zusammengestellt. Klick dich rein und durch, viel Spaß und QUAK, QUAK🐥


 

Öffnungszeiten und Ticketpreise https://parco-maremma.it/visita/informazioni/

Wanderwege (teilweise kostenpflichtig, aber dafür Gratis Parken) https://parco-maremma.it/itinerari/passeggiate/

Hunde sind im Park nicht erlaubt auch nicht wenn sie angeleint sind



 
 
 

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